Urlaubstörn Feb – März 2002-09-22

Curacao – Panama – San Blas

 

 

Samstag, 23.2.2002: Aufstehn um 4 Uhr morgens. Abfahrt zum Flughafen Hörsching um 5 Uhr. Nach dem Eincheck erfahre ich, daß das das Flugzeug erst um 8 Uhr 30 anstatt 7 Uhr 15 startet. Karin, die mich zum Flughafen brachte, fährt nach einem gemeinsamen Frühstück nach Hause. Etwas früher, nämlich um 7 Uhr 45 startet dan das Flugzeug nach Amsterdam.da wir 180 km/h Gegenwind haben, landen wir verspätet um 10 Uhr in Schipol-Amsterdam. Nächster Eincheck 12 Uhr 45. Ich erfahre, daß das Flugzeuge auf Grund eines Defektes gewechselt werden muß und auf einem anderen Gate erst um 16 Uhr startet. Endlich geht es nach Curacao. Über dem Atlantik gibt es so starke Turbolenzen, daß unsere Boing 747 / 300 ordentlich durchgeschüttelt wird. Mit einer zeitverschiebung von 5 Stunden landen wir um 20 Uhr 15 in Aruba zwischen. Der Jumbo wird gereinigt und Versorgung nachgebunkert. Um 21 Uhr 15 starten wir nach Curacao, wo wir um 20 Uhr 45 landen. Leider war mein Gepäck nicht an Bord. Ich wurde auf den nächsten tag vertröstet. Mit dem Taxi (22$) fahre ich nach Willemstad, der Hauptstadt von Curacao,wo ich im Parkhotel übernachte (36$).

Sonntag , 24.2.2002: nach dem Frühstück (5$) erfahre ich, daß das Gepäck entgegen meinen Erwartungen doch angekommen ist. Mit dem Taxi hole ich es vom Flughafen Hato und fahre weiter nach Spanis water in die Marina „Sari Fundi“ (45$). Dort soll Claus am Fühen Nachmittag aus Bonaire einlaufen um mich an Bord zu nehmen. Seit 10 Uhr warte ich. Endlich um 14 Uhr sehe ich die ESCAPADA einlaufen und vor Anker gehen. Claus holt mich mit dem Dingi ab. Ungeschickterweise gehe ich mit dem Gepäck baden. An Bord sind drei junge Paare aus Berlin.

Montag,25.2.2002: Das das Unterstag muß repariert werden, und so können wir erst Montag Abend in Richtung Panama auslaufen. Um 18 Uhr 30 geht es durch die enge Ausfahrt auf das offene Meer. Die Segel werden gesetzt, die Genua ausgebaumt und wir bereiten uns auf die erste Nachtfahrt vor.

Diestag, 26.2.2002: Am Morgen sehen wir in backbord Aruba. Bei unguter Kreuzsee, aber gutem Wind (4-5 Bf) geht es gen Westen. Zu Mittag sieht Claus Vögel, das heißt Fische und die Angel wir ausgelegt. Binnen eine Viertelstunde geht eine riesige Dorade, eine männliche Goldmakrele an den Haken, der Kampf dauert über eine Stunde, ehe wir den Prachtkerl an Bord haben. Er ist 120 cm lang und Ca. 12 kg schwer.Es werden nur die Filets herausgelöst und den rest bekommt das Meer zurück. Die Sonne geht unter , der Vollmond steigt auf und leitet unsere zweite Nachtfahrt ein. Heute gehen wir etwas frücher in die Heier, da es hier keine Schiffahrt mehr gibt. Etmal 130 Seemeilen. Wir müssen uns sputen, um rechzeitig am Samstag in Colon –Panama einzulaufen, um Doris,Günter und Alfred vom Flughafen Panama City abhohlen zu können.

Mittwoch, 27.2.2002: Die Nacht war ruhig, bei durchsschnittlich 18 Kn Wind. Ich nehme Antibiotika, da ich etwas erkältet bin. Am Tag werden einige Leinen in Ordnung gebracht. Wir hören laufend Wetterbericht und es soll bis zu 30 Kn Wind kommen. Etmal 132 Sm. Ich nehme mit dem Sextanten die Mittagsbreite. Claus bereitet von der Dorade ein ausgezeichnet schmeckendes Fischgulasch zu. So möchte ich auch kochen können.

Donnerstag, 28.2.2002: Am Vormittag frischt der Wind bereits auf. Durch den starken Druck auf den Spibaum, werden die Nieten der Rutschleiste ausgerissen. Mit neuen Nieten habe ich in zweistündiger Arbeit wieder befestigt. Hoffentlich hält sie jetzt. Der Wind legt jetzt auf 30 Knoten zu. Wir müssen mit der ESCAPADA langsamer werden, um nicht auf den hohen Wellen abzusurven und querzuschlagen. Ich nehme wieder die Mittagsbreite und unsere Uhr wird danach gestellt. Gegen Abend läßt der Wind wieder etwas nach (20 – 22 Kn).

Freitag, 1.März 2002: Mitternacht – Der Wind hat auf 35 Knoten zugenommen. Ich schlafe im Salon, damit Claus mich jederzeit wecken kann, falls er mich braucht. Auf Afrage hat er alles im Griff – oder doch nicht ? Um 1 Uhr 30 schaltet er die Sirene der Alarmanlage ein um mich zu wecken. Er sagte, daß der Kurs nicht mehr gehalten werden kann, der Autopilot nicht mehr funktioniert,Wassereinbruch im Motorraum ist und er mache jetzt die Rettungsinsel klar,da das Schiff sinken würde und wir in die Rettungsinsel steigen müssen. Alles nicht wahr – warum dieses Theater; wollte er mich testen oder gab es dafür andere Gründe ? Den Rest der Nacht ging ich Wache.

Am Morgen  immer noch 35-38 Kn Wind bei 5m hohen Wellen von denen einige übees Heck einsteigen. Ich bin durchnäßt. Den ganzen Tag über 30 Kn Wind. Erst am späten Nachmittag wird es etwas moderater, sodaß wir den Generator starten können, um die Batterien nachzuladen. Der Autopilot funktioniert einwandfrei und ist Gold wert. Ich telefoniere mit Alfred, daß wir knapp ankommen werden.

Samstag, 2.März 2002: Die fünfte Nacht auf See geht problemlos vorbei und wir segeln bei durchschnittlich 30 Kn Wind von achtern weiter in Richtung Colon, den Einfahrtshafen vom Panama-Kanal, wo wir nach unserer Schätzung um ca. 20 Uhr sein werden. Es wird dunkel und wir sehen nach 5 Tagen und Nächten am offenen Meer die Lichter von Colon. Zuviele leuchttonnen weisen uns den Weg. Alfred ruft an und wir vereinbaren, daß sie mit dem Taxi nach Colon kommen sollen, da wir noch nicht in der Marina angekommen sind. Endlich erreichen wir den Waterbreaker vom Hafen und finden nach einer großen Rund im riesigen Hafenbereich die Panama-Canal-Yacht-Club-Marina in Colon, wo wir um ca. 23 Uhr nach einer Überfahrt von 5 Tagen und Nächten längseits festmachen. Wir nehmen in der originellen Marina-Bar eine Pitcha Bier vom Fass (ca 1 ½  l ) für den Durst und noch eine für den Genuß und warten auf das Eintreffen von Doris,Günter und Alfred.

Sonntag, 3. März 2002: Um ca 1 Uhr nachts kommt unsere Crew mit Taxi und Polizeischutz an und sind sichtlich froh uns zu sehen. Claus serviert eine gute Zwiebelsuppe und Rindfleisch. Dazu kippen wir noch drei Flaschen Wein, um um 5 Uhr morgens zu Bett zu gehen. Wir schlafen fest bis 11 Uhr am Vormittag. Nach dem frühstück gehen wir einkaufen, da wir für zwei Wochen bunkern müssen. Am Nachmittag machen wir mit dem dingi eine Hafenrundfahrt. Am Abend serviert Claus Filets von der gefangenen Dorade,die vorzüglich schmecken. Trotz der Müdigkeit gehen wir auch noch einmal in die Hafenbar auf einen Humpen. Wir schlafen dann gut.

Montag,4.März 2002: Nach einiger Hektik geht Claus von Bord um nach Hause zu fliegen. Wir fahren mit dem Taxi um die Panamakanaschleusen zu besichtigen. Riesige Frachtschiffe werden über drei Schleusen durchmanövriert. Ein Reiseführer erklärt uns alles ganz genau. Für einen Frachter mit bis zu 1500 Containern wird eine Gebühr von 100.000 $ bezahlt. Um 14 Uhr 30 kommt endlich Drakula, unser Taxler mit der Ersatzbatterie und wir können verspätet doch noch heute Richtung Portobelo ablegen. Nach fünf Stunden kreuzen gegen Wind und wellen fällt der Anker um 19 Uhr bei Dunkelheit in der Bucht von Portobelo.Nach dem Abendessen und einem Flascherl geht es in die Heier.

Dienstag, 5.März 2002: Erst jetzt am Morgen sehen wir die schöne Bucht von Portobelo. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Beiboot in den Ort. Wir machen einen Rundgang und kaufen noch einige Dinge ein. In eine Restaurant essen wir Tintenfisch in Kokosnußöl. Es schmeckt sehr gut.Wieder zurück an Bord lichten wir Anker und weiter gehts nach Isla Grande. Wir Ankern zwischen einigen Riffen und liegen neben einem Österreicher sehr ruhig. Doris bereitet ein weiteres Filetstück von unserer Dorade geschmackvoll zu. Mit einem Abendspatziergang durch den Ort beenden wir den Tag.

Mittwoch, 6. März 2002: Tagwache 7 Uhr. Um 8 Uhr lichten wir den Anker in Richtung San Blas. Wir haben eine 8-9 Std. Reise vor uns. Wir segeln am Wind flott dahin. Die ganze Zeit verfolgen wir einen Segler ohne Segeführung bei 2-3 m Wellen,der vor uns hin und herschaukelt. Diese Crew muß einen guten magen haben. Auf ca. Halber Streck passieren wir einige Untiefen und Riffe und ankern anschließend zwischen einigen Seglern direkt neben der kleinen Landebahn der Insel El Porvenier, der Hauptinsel des San Blas Archipels. Nach der anstrengenden Fahrt gibt es Spaghetti und wir liegen alle um 20 Uhr.

Donnerstag, 7. März 2002: nach dem Frühstück fahren wir an Land, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Ich muß nochmals an Bord, da vor der ESCAPADA eine den Anker lichtet und es etwas knapp werden könnte. Wieder auf der Insel finde ich meine Crew im Palmenhain, wo unter großen Anstrengungen die ersten Kokosnüsse geknackt werden. Im einzigen Hotel der Insel nehmen wir zwei kühle Bierchen und spielen mit Tuki-Tuki, einem Pfeffervogel. Um 13 Uhr 30 lichten wir Anker und fahren zu den Cayos Lemon, einer paradiesischen Inselgruppe. Die Einfahrt zwischen den Riffen ist schwierig, wir ligen dort aber dann mitten im Inselparadies in einer traumhaften Lagune. Rundherum alles kleine Palmeninseln. Doris findet gleich beim ersten Schnorchelgang eine riesige Muschel, die sie dann auch auskocht. Am Abend machen wir auf unserer ersten eigenen Insel einen ausgedehnten Rundgang. Doris bereitet Fische zu, die sehr gut schmecken.

Freitag, 8.März 2002: Nach dem Frühstück besuchen wir die westliche Insel in unserer Lagune. Wir bestellen bei einem Kuna-Indianer langusten. Nach einem einstündigen Schnorchelgang wieder an Bord gibt es eine Salatschüssel. Der Fischer bringt 8 Langusten wofür wir 10 $ bezahlen. Wir fahren mit dem schlauchboot zu nördlichen Insel um Robinson zu spielen. Auf eine anderen Insel besuchen wir eine Indio Familie und kaufen eine Muschel und eine „MOLA“. Am Abend bereitet Doris ihre ersten Languste, was ihr sehr gut gelingt. Auch werden zwei Stück Brot gebacken. Mit einem Spielchen im Cockpit und einigen Sundownern beenden wir den Tag. Samstag, 9.März 2002: Wir fahren mit dem Dingi zu einem Riff, wo wir wieder über eine Stunde schnorcheln. Wieder an Bord lichten wir den Anker und fahren zur nächsten Inselgruppe,um wieder in einer Lagune zwischen den Palmeninseln zu Ankern. Indios besuchen uns mit ihren Einbäumen, um uns die wunderschönen Arbeten anzubieten. Nach der schon obligaten Salatschüssel schnorcheln wir über eine Stunde in eine unberührten, faszinierenden und fischreichen Unterwasserwelt. Gegen Abend besuchen wir eine bewohnte Insel. Dort lebt ein e KunaIndio Familie mit vielen Kindern, einem Hasen und einem Hahn. Zurück an Bord besucht uns eine hübsche Indianerin mit einem Kanu namens Lisa, die das schiff kennt und nach Claus fragt. Auch bei ihr kaufen wir wieder eine wunderschöne Näharbeit. Wir sagen ihr daß Claus in drei Tagen wieder kommt und sie fährt Richtung Süden davon. Nach einigen Bett-Tüterln schlafen wir fest.

Samstag, 10.März 2002: Wir schnorcheln nach dem Frühstück wieder ausgiebig. Auch besuchen wir mit dem Beiboot einige der umligenden Inseln. Nach der Mittags.Salatschüssel lichten wir Anker und segeln wieder zur Hauptinsel El Porvenier, wo wir um 14 Uhr vor Anker gehen. Wir machen einen Landgang, um im 1 * Hotel ein Abendessen zu bestellen. Wieder zurück an Bord richte ich die Achterkabiene „Merzedes“ für unsere morgigen Neuankömmlinge Christine und Klaus. Wir machen uns Landfein und fahren mit dem Dingi am Land um dort sehr gut zu Essen. Einige Drinks beenden den herrlichen Tag.