Törnbericht San Andres 1.- 17- März 2003
Wir teffen uns am Flughafen in München, wo wir beim Einchecken schon nicht alle Bordkarten bekommen. Drei bekommen diese erst am Gate, dafür fliegen diese erste Klasse. In Madrid kommt die Wahrheit zu Tage, der Flug von IBERIA ist überbucht. Drei haben keinen Platz für den Flug nach Miami. Nach einigem zittern kommen doch alle mit. Da jemand nicht kommt. Wir sind sehr erleichtert.
Wir landen in Miami und der Weiterflug nach Panama City verläuft planmäßig und auch das Gepäck is da. Am Flughafen erwartet uns Claus Gintner schon mit zwei Taxis, die uns nach Colon bringen werden. Wir laden unser Gepäck in den Kofferraum, steigen ein und losgehts. Da bei den Taxis die Tage schon gezählt sind und so etwas wie Stoßdämpfer vermutlich nicht mehr vorhanden sind, fahren mit mit lauten Überlastungsgeräuschen sehr langsam dahin. Sehr bald ist die Polizei da, und will dass wir schneller fahren. Der Taxifahrer erkärt, daß es nicht schneller geht.
Unter Blaulichtbegleitung gehts weiter langsam dahin. Erich und ich steigen auf Anordnung der Polizei in das Polizeiauto, um schneller voranzukommen. Nach einiger Zeit muß aber die Polizei umkehren und weiter gehts alleine langsam und mit starkem geächze der Taxis. Nach eineinhalb Stunden für ca. 60 KM erreichen wir Colon, wo in der Panama Yacht Club Marina die „ESCAPADA“ auf uns wartet.
Wir nehmen ein kühles Bier und Jause. Claus macht eine kurze Schiffsübergabe und verläßt um 8 Uhr die „ESCAPADA“ um nach Österreich zur Tullner Messe zu Fliegen, wo er einen Messestand hat. Da wir etwas müde sind, wird bis Mittag geschlafen. Wir essen in der Marina zu Mittag. Nachmittags wird im Supermarkt gepunkert um für die Überfahrt nach San Andres gut gerüstet zu sein.
Nach dem Frühstück ist die Besichtigung des Panama Kanals vorgesehen. Alfred, Erich, Werner und Carlos fahren mit dem Taxi hin. In der Zwischenzeit versuche ich die Papiere für die Ausreise aus Panama zu bekommen, kann aber vorerst nur die Marinaformalitäten erledigen. Die Crew kommt von der Panamakanalbesichtigung zurück. Ich finde Ellington, den rabenschwarzen Taxifahrer, den mir Claus Gintner für die Behördengänge empfohlen hat. Mit der Dolmetschunterstützung von Carlos und den Behördenkenntnissen von Ellington haben wir die Zarpe für die Ausreise innerhalb innerhalb einer Stunde, was wegen des Carnevals in Colon beachtlich ist.
Wir essen im Restaurant des Panamakanal Yacht Clubs in Cristobal/Colon.
Nach dem Frühstück kommt der Taxifahrer Ellington und erledigt mit Carlos die Ausreiseformalitäten bei Migration, während wir die letzten Vorbereitungen für die zwei Tage lange Überfahrt nach San Andres treffen. Zu Mittag heißt es Leinen los in
Colon und nach einer kleinen Hafenrundfahrt passieren wir die Wellenbrecher von Cristobal nach Norden und unter voller Besegelung geht es mit 15 Knoten hart am Wind flott dahin. Leider ein bischen zuviel westlich. Wir legen die Angel aus und nach einer Stunde biegt sich die Rute. Wir verringern die Fahrt und alfred holt den Fisch mühsam heran. Es ist ein prächtiger Thunfisch mit 60-70 cm. Wir holen ihn an Bord in kurzer Zeit liegen kochfertige Thunfischsteaks im Kühlschrank. Die Nacht bricht herein und wir halten abwechselnd Wache.
Der neue Tag bricht an. Der Wind dreht immer mehr nach Nordosten und legt zu auf Windstärke 5. Wir reffen die Segel und können den Kurs immer mehr Richtung San Andres ändern. An Deck fühlen sich alle wohl und frohen Mutes gehts dahin. Bis zum Abend legt der Wind noch etwas zu. Wir rollen die Genua ganz ein und setzen das Stagsegel, welches auch in der Nacht problemloser ist. Wir halten wieder abwechselnd Wache.
Da wir genau Kurs halten können und die ESCAPADA flott läuft, sehen wir kurz nach Mitternacht die Leuchtfeuer der vorgelagerten Cayos de Este und Cayos de Albuquerque. Wir reffen sehr stark, um nicht vor Tagesanbruch San Andres zu erreichen, da die schwierige Einfahrt zwischen den gefährlichen Riffen nur bei hochstehender Sonne sicher gewährleistet ist. Wir finden schnell die Einfahrtstonne und lassen zu Mittag direkt vor dem Club Nautico in San Andres den Anker fallen.
Mit einem ordentlichen Manöverschluck wird die perfekte Überfahrt besiegelt.
Wir fahren mit dem Beiboot an Land und werden vorübergehendes Mitglied im sehr vornehmen Club Nautico. Die sehr nette Dame im Büro ruft uns auch gleich Rene, den Agenten, den wir für die Einreiseformalitäten in Kolumbien benötigen. Dieser erscheint in wenigen Minuten. Nach einer weiteren Viertelstunde sitzen an einem Tisch der Hafenkapitän,die Einwanderungsbehörde, Tourismusbehörde und Zoll. Nach einer weiteren Viertelstunde haben wir alles erledigt. Das ist für die Karibik Weltrekord. Das ganze kostet 40 $ für die Behörden und 40 $ als Honorar für den Agenten. Wir machen einen Rundgang durch San Andres und informieren uns über die Möglichkeiten, die Insel kennen zu lernen.
Nach einem ausgiebigem Frühstück fahren wir mit dem Dingi zum Club Nautico, wo uns Rene die restlichen Papiere und eine Kolumbianische Fahne bringt. Wir gehen zum Strand auf der Nordseite der Insel. Zu Mittag gibt es Suppe an Bord. Am Nachmittag fahren wir mit einem Glastauchboot entlang der Riffe und können so die herrliche Unterwasserwelt trocken bewundern. Bei einem Zwischenstop an einem Riff können wir schnorcheln und baden. An Bord gibt es köstliche Drinks von einer bezaubernden dunklen Schönheit. Wieder zurück am Strand gehen wir noch einmal baden. Wieder zurück an Bord bereitet Werner Thunfischsteak Extraklasse, welches wir mit etwas Wein genießen. Es schmeckt vorzüglich.
Am Vormittag mieten wir uns zwei Golfwagen mit Benzinmotor uns starten damit eine Rundreise um die ca 10 km lange und zwei km breite Insel, die wie ein Seepferdchen aussieht. Wir besichtigen dir Henry Morgan Höhle und ein Kokosnußmuseum, wo wir uns auch etwas stärken. Weiter fahren wir zur Südspitze der Insel, wo zahlreiche Riffe und starke Wellen ein Baden unmöglich machen. Weiter hoch an der Ostseite der Insel werden die Strände immer schöner und wir nehmen die Gelegenheit wahr, um zu schwimmen und zu schnorcheln. Dann fahren wir auf die höchste Erhebung der Insel ( 270m), wo eine große Babtistenkirche steht.
Vom Berg fahren wir mitten durch die Insel zum Hafen hinunter und dann weiter zum Flughafen, wo wir unsere Rückflüge reservieren lassen. Anschließend fahren wir zurück in die Stadt, wo wir unsere Autos wieder abliefern. Es war eine interessante und lustige Rundreise.
Nach dem Frühstück lichten wir den Anker um nach Cayo Bolivar zu segeln. Bei herrlichem Segelwind läuft die ESCAPADA flott nach SSO. Kurz nach Mittag erreichen wir Cayo de Este Sudeste wo wir nach einer sehr vorsichtigen Einfahrt zwischen den gefährlichen Riffen im türkisen Wasser vor Cayo Bolivar den Anker fallen lassen. Wir lassen das Dingi zu Wasser und machen mit der Schnorchelausrüstung einen ersten Landfall. Auf der scheinbar unbewohnten Insel empfangen uns 11 kolumbianische Militärrekruten, die einen Monat auf der Insel ohne Boot bleiben. Diese armen Kerle haben nicht einmal ein Radio, nur ein „Mensch Ärgre dich nicht“-Spiel. Sie überprüfen aber unsere Zarpe. Nach einem ausgiebigen Schnorchelgang fahren wir wieder zur ESCAPADA, wo uns Alf einen ausgezeichneten Sundowner serviert. Am Abend kochen uns Werner und Erich den zweiten Teil von inserem Thunfisch. Bei sehr starkem Schwell schlafen wir etwas unruhig.
Nach einem sehr wakeliegen Frühstück lichten wir den Anker und mit Vorwindkurs segeln wir nach Cayo Alberquerque. Wir umrunden das Außenriff und tasten uns zwischen den Riffen hindurch und können nach einer Stunde direkt vor Cayo del Sur den Anker fallen lassen. Hier ist das pure Paradies. Wir inspizieren sofort die unbewohnte Insel mit reinweißem Korallensandstrand im türkisen Meer. Ein Schnorchelgang am Nachmittag ist so schön, daß wir beschließen, noch einen Tag zu bleiben, um an den herrlichen Riffen schnorchelnd die Unterwasserwelt zu genießen. Abends gibt es Spaghetti und eine sehr ruhige Nacht.
Nachdem die Sonne halbswegs hoch steht, verlassen wir mit vorsichtiger Fahr durch dir Rifflandschaft den wunderbaren Platz. Wir kreuzen gegen Wind und Wellen in Richtung San Andres, was sehr beschwerlich ist. Das letzte Stück fahren wir unter Motor direkt gegen den Wind, um noch bei Tageslicht in San Andres einlaufen zu können. Wir ankern wieder direkt vor dem Club Nautico. Es war ein ausgiebiger Segeltag. Als Belohnung gibt es am Abend eine Riesenpizza.
Am Morgen gehen wir zu der einzigen deutschsprachigen Tauchbasis auf San Andres und vereinbaren einen Schnorchel und Tauchausflug für Freitag. Anschließend lassen wir uns mit einem Taxischnellboot zu den Inseln Aquario und Heynes Cay bringen. Dort wird geschnorchelt und gebadet. Auch der Pinacolada wird auf beiden Inseln ausgiebig getestet. Um 14 Uhr werden wir wieder abgeholt. Wir holen uns die Gasflasche, die uns Werner, der Tauchbasisbesitzer füllen ließ und bunkern mit Kanistern Wasser. Anschließend gibt es als Belohnung Spezialeis. Carlos haben wir leider in der Stadt irgendwo verloren. Da er aber spanisch spricht, machen wir uns um ihn keine Sorgen. Wieder zurück an Bord, wird wieder etwas Ordnung in die Bude gebracht. Nach Suppe und Spaghetti treffen wir uns mit Werner dem Taucher in einem netten Lokal auf ein paar Servesas. Inseln Cayo Rosa und Cayo Cordoba
Nach dem Frühstück starten wir mit Wernerden Tauch- und Schnorchelausflug. Nachdem wir die Tauchausrüstung zusammengesucht haben, fahren wir mit dem Schnellboot zur Insel Johnny Cay , wo wir Werner aussetzen, da er nicht Schnorchelt. Weiter gehts mit dem Schnellboot ca. Eine halbe Stunde zum Südender der Insel, wo wir in der Nähe von Cove Bay, wo Alfred ind Herbert beim Tauchplatz Nirrana ins Wasser gehen und abtauchen. Wir umrunden ein wunderschönes Riff mit bunten Korallenstöcken und großem Fischreichtum in ca. 20 –25m Tiefe. Erich und Carlos werden inzwischen zu einem Schnorchelplatz gebracht. Wieder an der Wasseroberfläche versammelt, gibt es in einem Restaurant in der Cove Bay Kingfisch zu Mittag. Anschließend fahren wir zum zweiten Tauchplatz El Faro, wo wir mit einem unlimitierten Tauchgang in geringen Tiefen ( 8-11m ) entlang eines wünderschönen Riffes entlang der Küste mit vielen schluchten und Höhlen machen. Wir bleiben über eine Stunde unter Wasser.Erich und Carlos genießen die Unterwasserwelt wieder schnorchelnd. Anschließend gehts mit dem Schnellboot wieder zurück zur Insel Johnny Cay, wo Werner schon sehnsüchtig auf uns wartet. Wieder an Bord wird erst mal klar Schiff gemacht, um dann am Abend im exquisiten Club Restaurant das Captains –Dinner zu genießen. Das Lokal ist nur zu empfehlen. Müde und mit vollem Bauch fallen wir in die Kojen. Es ist unsere letzte Nacht auf der ESCAPADA, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben.
Nach dem letzten Frühstück an Bord verlassen wir die ESCAPADA, mit der wir sehr zfrieden waren und fahren mit dem Taxi zum Aeroporto San Andres, von wo wir uber Bogota nach Panama City fliegen. Mit dem Taxi gehts in die City, wo wir uns im Hotel El Parador ein Zimmer nehmen. Nach einem Stadtrundgang essen wir in einem Steakhouse ausgezeichnet und trinken guten Wein, wodurch ein weiterer Stadtspaziergang notwendig wird. Wir stellen fest, das es in Panama City sehr fesche Frauen gibt. In einem Kingsizebett schlafel alle sehr gut. Nach dem Frühstück machen wir ein paar City-Panoramafotos von der dachterasse unseres Holtels. Mit dem Taxi wieder am Flugplatz in Panama City benötigen wir eineinhalb Stunden zum Eincheck.
Wir bekommen jedoch Boarding-Cards bis nach München, wsa uns sehr beruhigt. Mit einem Airbus A 319 starten wir nach Miami. Der Pilot fliegt sehr niedrig, wodurch man die Stauseen für den Panamakanal gut sehen kann. In Miami starten wir mit einem Jumbo, einer Boing 747 mit einer Stunde Verspätung nach Madrid. Dort verpassen wir den Anschlußflug nach München um eine Viertelstunde. Mit einem Umweg über Barzelona landen wir am Abend in München, von wo wir mit dem Auto wieder nach Hause fahren.
Trotz der etwas beschwerlichen An- und Rückreise war es ein traumhafter Segeltörn in der wunderschönen Gegend um San Andres im Karibischen Meer.